Die Freiwilligentourismusindustrie im Wandel

Ein Gastbeitrag von Sebastian Drobner

Der Globale Süden hat einen starken Zuwachs an Kinderheimen zu verzeichnen. Ein schlechter Trend. Dies ist nicht nur eine Folge der Unterstützung solcher Institutionen durch Missionierungsdienste und der Entwicklungszusammenarbeit, sondern auch ein Ergebnis des Trends, in Kinderheimen des Globalen Südens etwas Gutes tun zu wollen. Seit den Neunzigern setzt die mittlerweile 173 Milliarden schwere Freiwilligentourismusindustrie auf Projekte mit Kindern. Viele Reiseagenturen bieten ihren Kundinnen und Kunden den Einsatz in sozialen Projekten an, darunter sind Kinderheime besonders beliebt. Auf die Spitze trieb es kürzlich das Unternehmen Global Crossroad, das einen 15 jährigen Schüler in ein Krankenhaus in Ghana vermittelte, in dem er bei der Entbindung von Kindern helfen und Wunden verarzten durfte.

Das Geschäft mit dem Mitleid und der Armut

Freiwilligenarbeit Kritik KinderDie Jugendreiseindustrie wächst rasant, Individualreisen nehmen zu. Eine Auszeit nach dem Abitur erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Ein Trend dabei ist es, neben dem Reisen etwas Gutes tun zu wollen. Viele Menschen möchten sich außerdem mit besonderen Arten des Verreisens von der breiten Masse abheben. In Ländern wie Kambodscha arbeiten laut Star Kampuchea mehr als 50 Prozent aller Freiwilligen mit Kindern. Besonders großer Beliebtheit erfreuen sich dabei Projekte in Kinderheimen.

Während man bei International Volunteer HQ in Argentinien schon ab $619 pro Woche dabei ist, muss man bei Projects Abroad für eine Thailandeise stolze $2,265 für sieben Tage Arbeit investieren. Der Flug ist nicht inbegriffen. Das besondere an diesen Reisen: Viele Agenturen machen es möglich, dass jeder vermittelt werden kann, unabhängig von Qualifikationen und Sprachkenntnissen. Einzige Voraussetzungen: Ein Mindestalter von 16 Jahren sowie etwas Interesse – schon wird man vom Studierenden oder Schüler zur Lehrerin oder zur Erzieherin.

Die Freiwilligentourismusindustrie im Wandel?

Während die Entwicklungszusammenarbeit die negativen Auswirkungen der Unterstützung von Kinderheimen längst erkannt hat, setzen die Tourismusindustrie und viele Missionierungsdienste weiterhin verstärkt auf Kinderheime.

Mal eben für zwei Wochen in kambodschanischen Heimen Englisch unterrichten oder in Thailand eine Woche Kinder in einem Waisenheim betreuen. Genau das ermöglicht auch die Freiwilligentourismusagentur Projects Abroad. Nun scheint aber langsam ein Umdenken stattzufinden. Denn Ende 2017 soll bei Projects Abroad Schluss sein mit der fehlgeleiteten Unterstützung von Kinderheimen. Mit dieser Entscheidung steht Projects Abroad nicht alleine da. Intrepid Travel und World Challenge haben in den letzten Monaten ähnliche Entscheidungen verkündet. Andere Firmen, wie z. B. Responsible Volunteering People and Places, Skilled Impact oder Wegweiser Freiwilligenarbeit setzten von Anfang an auf ein Geschäftsmodell ohne Kinderheime.

Warum wollen junge Menschen in Kinderheimen arbeiten?

Die Frage die wir uns stellen sollten: Wieso unterstützen wir Projekte im Globalen Süden, die bei uns seit Jahrzehnten in der Kritik stehen? In Deutschland litten In den Fünfziger und Sechziger Jahren Hunderttausende Kinder unter der Erziehung in Heimen. Es kam bereits zu einem gewaltigen medialen Aufschrei, die schwarze Vergangenheit ist gut dokumentiert. Die Aufarbeitung zeigt, dass Kinder in Heimen vermehrt dem Risiko von Erniedrigungen, Strafen und Missbrauch ausgesetzt sind. Die negativen Auswirkungen machen sich durch Angstzustände, Depressionen, mangelndem Selbstbewusstsein, Bindungsstörungen und der Beeinträchtigung der Entwicklung des Gehirns bemerkbar. Schon sechs Monate in einem Heim können langfristige Schäden verursachen. Außerdem wird bei einem Blick auf die Kinderrechtskonventionen der UN schnell deutlich, wie umfangreich die Rechte von Kindern in Heimen eingeschränkt werden. Daher ist die Unterbringung in deutschen Kinderheimen das letzte und ein sehr seltenes Mittel zur Hilfe bei der Erziehung. Wieso wiederholen wir also trotz dieser schmerzlichen Erkenntnisse unsere Fehler im Globalen Süden und zahlen dafür auch noch Geld?

Ein Grund ist das Marketing, mit dem Tourismusfirmen wie z. B. die TUI (über die Tochterfirmen i to i travel und Real Gap), aber auch Nichregierungsorganisationen, uns das Bild vermitteln,

  • dass im Globalen Süden alles anders ist,
  • dass jeder selber helfen kann, Menschen aus dem Globalen Süden vor Armut zu retten,
  • dass der Globale Norden überlegen ist
  • und dass Kinderheime im Globalen Süden zur Normalität gehören.

Die im Globalen Norden ohnehin schon vorherrschenden neokolonialistischen und postkolonialen Strukturen und Einstellungen werden durch defizit– und armutsorientiertes Marketing weiter genährt. Glauben wir den Kampagnen, so kann jeder helfen. Entweder durch einen längeren Freiwilligendienst oder auch nur an einem Tag, neben der Abenteuerreise. Dies führt dazu, dass wir im Globalen Norden falsche Vorstellungen von uns und unseren Fähigkeiten und dem Globalen Süden im Allgemeinen bekommen. Es entstehen „double standards“, durch welche Aktivitäten im Globalen Süden unterstützt werden, die bei uns in der Heimat unvorstellbar wären. Als Argument wird neben der Armut auch immer wieder auf Bildungslücken des Gastlandes verwiesen und wenig auf sich selbst geschaut. Außerdem ist die Unterbringung in Kinderheimen eine einfache, kurzfristige Lösung, die sich langfristig aber erwiesenermaßen negativ auswirkt.

Unsere Art des Verreisens und Helfens hinterfragen wir selten, denn die Arbeit mit bedürftigen Menschen sieht nicht nur gut aus, sondern fühlt sich auch gut an.  Hinzu kommt, dass es gut für den Lebenslauf ist. Bei Google trifft man auf tausende Fundraising Kampagnen, in denen Verwandte, Bekannte, Freundinnen und Freunde aufgerufen werden, diese Art der Reise finanziell zu unterstützen. Vorurteile und postkoloniale Strukturen werden so nicht aufgelöst, sondern nur verstärkt.

Mit Hilfe dieser Denkmuster und Strukturen haben alleine International Volunteer HQ und Projects Abroad schon fast 200 000 Freiwillige in Entwicklungsprojekte versandt. Ein gutes Geschäft, die Nachfrage steigt.

Der grundsätzlich positive Trend, etwas Gutes tun zu wollen, wird durch Egoismus, Naivität, Vorurteile und Geschäftemacherei für die eigentlichen Zielgruppen zur Farce, denn nur die wenigsten Projekte sind nachhaltig.

Projects Abroad und das Ende von Einsätzen in Kinderheimen – Ein Ergebnis hervorragender Aufklärungsarbeit

Freiwilligenarbeit Kritik SchulungWährend Projects Abroad oder auch International Volunteer HQ bis heute die systematische Unterstützung von unethischen Heimen abstreiten oder als Einzelfälle deklarieren, berichteten etliche Dokumentationen, Organisationen und Freiwillige von negativen Erfahrungen und deren Auswirkungen. Der Wandel ist also auch ein Ergebnis hervorragender Arbeit etlicher Nichtregierungsinstitutionen sowie Journalistinnen und Journalisten. Einen tieferen Einblick in das Thema bietet zuerst eine Serie von Al Jazeera. Dokumentationen von Canal + France, dem ZDF sowie Kaliber folgten. Teilweise bezogen sich ihre Beiträge direkt auf Projects Abroad.

Fortan griffen etliche Organisationen das Thema auf, darunter die australische Kinderschutzorganisation ReThink Orphanages, mit der Projects Abroad fortan eng zusammenarbeiten wird.

Durch die gute Öffentlichkeitsarbeit vieler Organisationen ist das Thema endlich auch in der Politik angekommen. Das australische Parlament sowie amerikanische Regierungsinstitutionen beschäftigen sich seit 2017 verstärkt mit dem Thema Kinderheimtourismus. In Australien wird gegebenenfalls ein „Modern Slavery Act“ verabschiedet, der es verbieten soll, Kinderheime im Globalen Süden zu unterstützen. Denn viele Kinder werden gegen ihren Willen in Heimen untergebracht. Die Eltern werden aufgrund wirtschaftlicher Notlagen dazu gezwungen. Ihnen werden falsche Hoffnungen auf Bildungschancen und eine bessere Zukunft für ihre Kinder gemacht. Einige Heime wiederrum verkaufen diese Kinder weiter, sie werden z.B. zur Adoption freigegeben und deshalb als Waisen ausgegeben. Und das alles, obwohl sie noch Eltern haben. Damit lässt sich viel Geld verdienen. In vielen Ländern haben über 90 Prozent aller Kinder in Kinderheimen noch mindestens ein lebendes Elternteil. In Ländern des Globalen Südens werden Kinderheime immer wieder als Umschlagplatz für den Handel mit Kindern genutzt, im schlimmsten Fall werden sie vor Ort verkauft.  Zudem kommt es in Heimen immer wieder zu Misshandlungen. Aufgrund dieser skandalösen Verhältnisse versuchen verstärkt auch lokale Regierungen illegale oder korrupte Kinderheime zu schließen. Nichtsdestotrotz unterstützen viele Freiwilligentourismusunternehmen bis heute solche Projekte.

Was läuft schief in der Freiwilligentourismusindustrie – Ein Beispiel aus Kambodscha

Kindesmisshandlungen wurden seit 2000 regelmäßig in kambodschanischen Kinderheimen aufgedeckt,  hierzu finden sich etliche Berichte im Internet. Die Firmen und lokale Geschäftemacherinnen und Geschäftemacher machen sich Gesetzeslücken, Hürden für Klagen und schwache staatliche Strukturen zu Eigen. Schwierigen Rahmenbedingungen im Globalen Süden führen dazu, dass schlechte und illegale Kinderheime ungestört ihrer Arbeit nachkommen können. Im Internet findet man etliche Berichte ehemaliger Freiwillige, die ihr eigenes Kinderheim eröffnet haben oder O­­­­rtsansässigen dabei halfen.

Projects Abroad – der steinige Weg weg von Kinderheimen

Freiwilligenarbeit Kritik AustauschEs war im Jahr 2011, als ich selber Zeuge der profitorientierten Ausrichtung der Freiwilligentourismus-Firmen wurde. Ich meldete der Firma Projects Abroad Vorfälle von Kindesmisshandlung und Betrug in einem ihrer Einsatzplätze: Einem Kinderheim, das von einem amerikanischen Freiwilligen einer anderen Firma aufgebaut wurde. Der Freiwillige wandte sich aus Verzweiflung an mich. Projects Abroad sah zu diesem Zeitpunkt keine Notwendigkeit einzuschreiten. Es war Teil ihrer Firmenstrategie, sich nicht in interne Angelegenheiten der Partnerorganisationen einzumischen (und zugleich ein probates Mittel, keine Verantwortung für Missstände übernehmen zu müssen). Außerdem wurde mir mitgeteilt, dass es den Kindern ohne Freiwillige noch schlechter gehen würde. Dies wurde später von der Firmenzentrale öffentlich wiederholt. Meiner Meinung nach ist dies eine fragwürdige Erklärung dafür, warum Kinder der Gefahr von Misshandlungen ausgesetzt werden. 2013 behauptete Projects Abroad noch öffentlich, dass die zunehmende Anzahl an Kinderheimen und psychischer Erkrankungen nichts mit dem Einsatz von Freiwilligen in Kinderheimen zu tun hätte. UNICEF erkannte bereits 2011 genau das Gegenteil.

Bereits 2012, später noch einmal 2013, verkündete Projects Abroad das Ende von Freiwilligenarbeit in kambodschanischen Kinderheimen. Nichtsdestotrotz arbeitet die Firma bis heute mit etlichen zusammen. Kindesmisshandlungen in Einsatzplätzen waren auch nach den Ankündigungen kein Einzelfall. 2013 wurde der Direktor des Projects Abroad Einsatzplatzes Angkor Orphan and Education Organization wegen Kindesmisshandlung angeklagt. Zur gleichen Zeit wurde ein Amerikaner wegen der Misshandlung von fünf Kindern zur Rechenschaft gezogen. Der Amerikaner leitete ein Heim, mit dem Projects Abroad zusammenarbeitete. 2015 wurde ein anderes Projects-Abroad-Heim wegen Kindesmisshandlung geschlossen. Der Projects-Abroad-Einsatzplatz bei Jeannine’s Children Association hat schon seit 2003 Erfahrungen mit Missbrauch in Heimen gesammelt. Das Heim nahm Kinder auf, die in einem anderen Heim systematisch missbraucht wurden. Ebenso stand 2016 der Einsatzplatz National Borei for Infants and Children, ein Heim für schwerbehinderte Kinder, wegen fragwürdiger Adoptionspraktiken in der Kritik. In dem selben Jahr wurde das Auswahlverfahren von den eigenen Freiwilligen heftig kritisiert, denn entgegen der Webseite arbeiteten auch junge Frauen und Männer ohne Vorerfahrungen mit beeinträchtigten Kindern.

Projects Abroad – eine trauriger Einzelfall?

Ist Projects Abroad bezüglich der Arbeit mit Kinderheimen eine negative Ausnahme gewesen? Leider nicht. Am Beispiel Kambodscha ist zu beobachten, dass andere große Firmen Freiwillige in dieselben unseriösen Heimen vermittelt hatten. Da die Nachfrage nach der Arbeit in Heimen stieg, wird bis heute nicht ausreichend auf die Qualität der Projekte geschaut. Folglich entstehen in Ländern wie Kambodscha, Nepal, Haiti, Ghana, Kenya oder Uganda immer mehr Kinderheime. Verbindliche Standards gibt es bislang nicht. Um die Nachfrage decken zu können, fand lange Zeit ein Wettlauf der größten Firmen, darunter insbesondere International Volunteer HQ und Projects Abroad, um die Einsatzplätze in Heimen statt.

Daher verwundert es, dass fast ausschließlich Projects Abroad von den Nichtregierungsorganisationen und Journalistinnen und Journalisten als Negativbeispiel aufgegriffen wurde. Denn viele andere Firmen stehen dem Unternehmen in nichts nach. Viele Agenturen denken bis heute nicht daran, wenigstens teilweise auf Einsatzplätze in Kinderheimen zu verzichten. So kann es tatsächlich sein, dass die Firma, die lange im Mittelpunkt internationaler Kritik an Freiwilligendiensten stand, ab 2018 zum Vorreiter für eine nachhaltigere Freiwilligenarbeit wird. Dazu bedarf es aber etwas mehr, als des Verzichts auf Einsatzplätze in Kinderheimen. Trotz dessen muss man Projects Abroad zu dem ersten Schritt gratulieren, denn er läutet wahrscheinlich einen Wandel ein.

Ausblick in die Zukunft

Solange Firmen Geld mit der Arbeit in Kinderheimen verdienen können und sich damit nicht strafbar machen, wird es auch weiterhin Agenturen geben, die diese Art von Projekten anbieten. Forderungen nach einem staatlich geförderten Gütesiegel, das den Freiwilligentourismusmarkt reguliert, werden in naher Zukunft nicht umgesetzt werden können. Dafür ist das Interesse der Politik an dem Thema zu gering und rechtliche Moeglichkeiten nicht vorhanden. Einige wenige Länder werden in den kommenden jahren alleine vorpreschen. Die Qualität von Freiwilligendiensten wird sich aber auch ohne staatliche Eingriffe weiter verbessern. Denn die Diskussion um den wirklichen Nutzen von Freiwilligendiensten ist durch Projects Abroads mutige Entscheidung, die Arbeit in Kinderheimen einzustellen, weiter in die Mitte der Gesellschaft gerückt. Der Entscheidung von Projects Abroad werden weitere Agenturen folgen und Kinderheime nicht mehr für ihre Kundinnen und Kunden anbieten. Andere Firmen wiederum werden die Plätze dieser Agenturen einnehmen. Das macht aber nichts, denn langfristig wird die Nachfrage nach dieser Art von Einsatzplätzen abnehmen, weil Gutes tun soll auch weiterhin gut aussehen. Dank der öffentlichen Diskussion um den Nutzen von Einsätzen in Heimen sind diese Reisen aber zunehmend negativ behaftet. Des Weiteren werden Wissenslücken durch internationale Bildungskampagnen weiter geschlossen werden und an öffentlichem Interesse gewinnen. Die Diskussion über nachhaltige Freiwilligenarbeit hat gerade erst begonnen!

Projekte in Kinderheimen – Ein Alleinstellungsmerkmal für schlechte Firmen?

Nein, es gibt noch viele andere Kriterien, auf die Freiwillige achten müssen, um nachhaltig eingesetzt zu werden. Weitere Kriterien, die unseriöse Anbieterinnen und Anbieter kennzeichnen, sind:

  • zeitlich flexible Projektstarts,
  • fehlende Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner,
  • armutsorientiertes Marketing,
  • Möglichkeiten, Programme zu kombinieren,
  • verstärkte Ausrichtung auf die Freiwillige sowie fehlende Zusammenarbeit mit den lokalen Organisationen,
  • kurze Vorbereitungszeiten,
  • ein einfaches Bewerbungsverfahren,
  • Projektdaten, die erst kurz vor der Ankunft bekannt gegeben werden,
  • geringer persönlicher Kontakt zu der Firma und
  • wenn keine Vorkenntnisse verlangt werden

Neben DeeperTravel und Responsible Volunteering setzen sich auch einige andere Organisationen mit dem Thema der nachhaltigen Freiwilligenarbeit auseinander. Einige von ihnen sind:

Fotos ©  Friends International & Sebastian Drobner

Über den Autor:

Sebastian Drobner ist Co-Founder von Responsible Volunteering und hat auf den Salomonen sowie in Kambodscha fünf Jahre Erfahrungen mit Freiwilliligenprogrammen sammeln können. Er war für die Entwicklung und Betreuung des staatlich geförderten Freiwilligenprogramms von Brot für die Welt in Kambodscha zuständig, wo er auch die Begleitung von Freiwilligen anderer deutscher Nichtregierungsorganisationen übernahm. Zudem beriet er ein kommerzielles Freiwilligenprogramm einer Menschenrechtsorganisation, über das er Einblicke in die Arbeit von über 15 Freiwilligentourismusfirmen gewinnen konnte. Sebastian ist gelernter Hotelfachmann und studiert heute im achten Semester Internationale Arbeit und Entwicklung.

tiefer…länger…nachhaltiger

Von |2018-08-16T09:54:30+00:0023/11/2017|

4 Comments

  1. Alt trifft Neu 25/11/2017 at 16:13 - Reply

    Sehr informativer Artikel. Dass es so schlimm ist, war mir nicht klar. Hab mich aber schon oft gefragt, warum das überhaupt Geld kosten muss, wenn ich Voluntär werden möchte. Hatte auf Reisen mich auch für ein Voluntariat entschieden und vor Ort (Guatemala) war das recht einfach. War aber auch nicht in einem Heim! Probigua, falls das interessant ist, hieß das Projekt. Echt toll gewesen 😊

    Der Gedanke helfen zu wollen ist ja kein schlechter, aber das man gleich ein Geschäft daraus macht, finde ich traurig. Vor allem wenn andere dann darunter leiden! Da muss noch viel mehr Aufklärung passieren.

    Liebe Grüße, Stefanie*

  2. Laura 26/11/2017 at 7:23 - Reply

    Mir fällt da gleich glokal e.V. ein, mit der Broschüre „Mit kolonialen Grüßen…“. Hat meine Weltsicht und meine Art zu reisen nachhaltig beeinflusst. Außerdem der Film „White Charity“. Es geht eher um das Bild, dass vom globalen Süden vermittelt wird, aber gerade das schürt ja die Lust, „den armen Kindern im afrikanischen Waisenhaus“ zu helfen.
    Aufklärung auf allen Seiten ist wohl einer der besten Wege – langwierig, aber offensichtlich nachhaltig erfolgreich. Vielen Dank für diesen wichtigen Artikel!

  3. Robert 28/11/2017 at 0:18 - Reply

    ‚Mit kolonialen Grüßen‘ ist ein sehr wichtiger Beitrag zu der Diskussion.
    ‚White Charity‘ haben wir leider noch nicht gesehen – danke für den Reminder!

    Liebe Grüße,
    Robert

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