Deepertravel – Volunteer Reise https://deepertravel.de Plattform Volunteer Reisen Thu, 11 Jul 2019 08:03:30 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.2 Travelbee – eine Organisation stellt sich vor https://deepertravel.de/freiwilligenarbeit-travelbee/ https://deepertravel.de/freiwilligenarbeit-travelbee/#respond Mon, 01 Jul 2019 22:36:59 +0000 https://deepertravel.de/freiwilligenarbeit-schottland-copy/ In der Kategorie Organisationen stellen sich vor finden sich gesponserte Beiträge, bei denen die inhaltliche und redaktionelle Verantwortung alleinig bei den Organisationen liegt. Der Verein DeeperTravel stellt lediglich die Plattform Volunteer Reisen für die Vorstellung von Entsendeorganisationen zur Verfügung. Die Beiträge sollen Ideengeber sein und auch die Breite der Freiwilligenarbeit im Ausland sichtbar machen. [...]

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In der Kategorie Organisationen stellen sich vor finden sich gesponserte Beiträge, bei denen die inhaltliche und redaktionelle Verantwortung alleinig bei den Organisationen liegt. Der Verein DeeperTravel stellt lediglich die Plattform Volunteer Reisen für die Vorstellung von Entsendeorganisationen zur Verfügung. Die Beiträge sollen Ideengeber sein und auch die Breite der Freiwilligenarbeit im Ausland sichtbar machen.

Was ist travelbee?

travelbee ist ein Familienunternehmen aus Köln, das sich neben dem SchülerInnenaustausch seit kurzer Zeit vermehrt dem Angebot an Freiwilligendiensten und Auslandspraktika widmet. Alle Projekte werden nach unseren Qualitätskriterien sorgfältig ausgewählt und geprüft.

Freiwilligenarbeit mit travelbee: Was bieten wir?

freiwilligenarbeit travelbee taetigkeitenWir möchten unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit bieten an Projekten teilzuhaben, die persönlich sind und bei denen die Hilfe direkt ankommt. Teilweise werden so auch einzelne Familien unterstützt, die sich an uns gewandt haben und gebeten haben, dass wir ihnen Volontärinnen bzw. Volontäre vermitteln. Wir setzen außerdem auf umfangreiche Betreuung. Viele unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind noch nicht volljährig oder es gerade geworden. So ist der Auslandsaufenthalt mit travelbee oft die erste eigenständige Reise. Bei allen unseren Freiwilligenprojekten werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer daher am Flughafen vor Ort abgeholt und wohnen entweder in Gastfamilien oder sauberen VolontärInnenunterkünften. Außerdem werden unsere Volontärinnen und Volontäre vor Ort von ihren Gastfamilien oder einem Küchenteam verpflegt und haben immer einen englisch- oder deutschsprachigen Ansprechpartner vor Ort. Mit allen Partnerinnen und Partnern im Ausland stehen wir regelmäßig in Kontakt und bieten nur die Projekte an, bei denen wir uns sicher sein können, dass sie funktionieren und unsere Freiwilligen die beste Zeit ihres Lebens haben!

Freiwilligenarbeit travelbee FreizeitNeben der Arbeit soll auch das Vergnügen nicht zu kurz kommen. Bei travelbee ist bei vielen Programmen ein Ausflugsprogramm in die Umgebung inbegriffen oder kann gegen eine geringe Gebühr dazu gebucht werden. Bei einem Aufenthalt in Kolumbien, sind Spanischstunden, Ausflüge zum Klettern und Wandern sowie Ausritte in die Umgebung im Preis inklusive. Salsakurse mit lokalen Lehrerinnen und Lehrern sind gegen einen sehr geringen Aufpreis vor Ort buchbar. Bei unseren Programmen in Südostasien (Sri Lanka, Indien, Thailand, Vietnam & Nepal) sind kulturelle Workshops Teil des Programms, damit unsere Freiwilligen die Kultur in der sie helfen kennenlernen und verstehen können. Außerdem sind Ausflüge in Nationalparks, zum Taj Mahal oder Wüstensafaris buchbar.

Wer kann teilnehmen?

freiwilligenarbeit travelbee teilnehmerTeilnehmen können alle Jugendlichen ab 17 Jahren. In Südostasien gibt es spezielle Programme für jüngere Teilnehmende oder Familien. Die Nachfrage an Auszeiten mit der ganzen Familie steigt in den letzten Monaten stark an. So wünschen sich immer mehr Eltern, ihren Kindern schon früh eine einzigartige Erfahrung mitzugeben, von der sie in ihrem späteren Leben profitieren können. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben Interesse ein ganzes Jahr nach dem Abitur ins Ausland zu gehen, ein Gap-Year zu absolvieren. Mit diesen Teilnehmerinnen und Teilnehmern arbeiten wir eng zusammen und stellen ihnen eine individuelle Abfolge unserer Programme zusammen, sodass sie Erfahrungen in der ganzen Welt sammeln können.

Mögliche Ziele & Projekte

  • Vietnam, Indien, Thailand, Nepal & Sri Lanka: Teaching & Assistance, Woman Empowerment, Child Care, Asia Experience
  • Sri Lanka: Schildkrötenprojekt
  • Costa Rica: Regenwaldprojekt
  • Frankreich: Eco Volunteering oder Farm Stay
  • Kanada: Historic Lodge Projekt
  • Kolumbien: Englisch unterrichten
  • Peru: Farm Stay
  • Schottland: Nationalpark Projekt
  • Südafrika: Bildung & Nachhaltigkeit
  • USA: Wildpferdeprojekt / Ranch Stay

Videos

Peru
YouTube Video

USA

YouTube Video

Einen Erfahrungsbericht über einen Freiwilligenaufenthalt bei einem Naturschutzprojekt in Schottland kannst Du hier nachlesen.

Wenn Du allgemeine Fragen zu möglichen Freiwilligenaufenthalten mit uns hast oder Du Dich bereits für ein konkretes Projekt interessierst, freuen wir uns auf Deine Nachricht!

Fotos © travelbee

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Freiwilligenarbeit in Schottland – ein Erfahrungsbericht https://deepertravel.de/freiwilligenarbeit-schottland/ https://deepertravel.de/freiwilligenarbeit-schottland/#respond Sun, 12 May 2019 10:58:48 +0000 https://deepertravel.de/?p=4414 Freiwilligenarbeit Schottland: Jelle Duehrsen berichtet über seine Zeit als Freiwilliger bei einem Naturschutzprojekt in Schottland Als ich im Frühjahr 2015 von meinen Freunden gefragt wurde, was ich denn nach meinem Abi machen will, antwortete ich spontan: „Erst mal etwas sinnvolles!“ Diese Aussage wirkte im Zusammenhang mit meiner Schullaufbahn, dem vorbereiten aufs Abi und die [...]

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Freiwilligenarbeit Schottland: Jelle Duehrsen berichtet über seine Zeit als Freiwilliger bei einem Naturschutzprojekt in Schottland

Als ich im Frühjahr 2015 von meinen Freunden gefragt wurde, was ich denn nach meinem Abi machen will, antwortete ich spontan: „Erst mal etwas sinnvolles!“ Diese Aussage wirkte im Zusammenhang mit meiner Schullaufbahn, dem vorbereiten aufs Abi und die spätere Zukunft sehr banal. Doch ich stehe noch immer zu dieser Aussage. Heute können wir drüber lachen, doch es stimmt. Ich habe während meiner Freiwilligenarbeit in Schottland beim Scottish Wildlife Trust für die Schottische Natur sinnvolle Dinge getan.

Freiwilligenarbeit Schottland ErfahrungEs mag vielleicht komisch wirken, aber mir hat die Beseitigung von „non-native invasive plants“ sehr viel Spaß gemacht. Wir haben „Himalayan Balsam“ gesucht und dann ausgerupft. Also eher gejagt und vernichtet, denn diese Pflanze zerstört den Naturraum der schottischen Pflanzen. In Deutschland zum Beispiel wird dieses Unkraut nicht einmal mehr bekämpft, da es schon ganze Landstriche übernommen hat. Man kann sich das zwar sehr langweilig vorstellen – war es aber nicht, da wir in sehr schöner Natur unterwegs waren. Wir sind in kleinen Flüssen gewandert, waren umgeben von Hügeln oder „fast-Schluchten“ und mussten das eine oder andere Mal durch tiefe Stellen gehen oder daran vorbeiklettern. Was ich immer wieder gerne berichte, ist, dass ein Reservat an einigen Stellen wie der Regenwald aussah und dass ich durch einen 170 Meter langen Tunnel gewandert bin, nur mit einer Taschenlampe in der Hand und dem Wasser unter mir, um einen Bahndamm zu umgehen.

Eine andere Aufgabe, die im Hoch- und Spätsommer vermehrt auftritt, ist das Instandhalten der Wege in den Reservaten. Man kriegt einen Trimmer umgeschnallt, einen Helm aufgesetzt, bekommt eine Einführung und darf dann, wenn man seine Trimmerlizenz erhalten hat, sich an die Wege wagen. Du magst nun denken: „PAH! Rasenmähen ist leicht!“ Das kann man sagen, stimmt aber nicht ganz. Wenn man zum Beispiel an Holzstegen mähen muss, sollte man diese natürlich nicht anmähen, oder auch keine anderen Pflanzen als die vorgeschriebenen mähen. Bei dieser Aufgabe erlebt man die Reservate von ihrer schönen Seite und man sieht den Unterschied, den man an einem Tag gemacht hat. Vor allem lernt man aber auch die Arbeit, die andere Leute in den Parks machen, zu schätzen und will, dass diese dann auch bestehen bleibt und nicht durch Vandalismus zunichte gemacht wird. Dies geschieht leider auch hin und wieder. So mussten wir als Team einmal einen zerstörten Parkplatz in einem Reservat reparieren.

Freiwilligenarbeit SchottlandIch durfte auch während meines Volontariats eine der weniger häufigen Arbeiten ausführen. Einreißung und Reparatur einer Mauer. Wir taten dies, im Zuge der Erschließung neuen Weidelandes für ein paar Kühe der „Flying Flock“, der fliegenden Herde des SWT. Bei dieser Arbeit konnten wir 184 Jahre alte Baukunst und deren Haltbarkeit und Hartnäckigkeit bewundern, um sie dann am Ende wieder zum Teil nachahmen zu dürfen.

Es gab auch eine Aufgabe, die wir zweimal in einem Reservat machen mussten – und zwar so richtig old-school mäßig. Wir haben Heu gemacht. Mir hat das sehr viel Spaß gemacht, weil mein Opa mir immer erzählte, wie er das damals machen musste. Unser Teamleader hatte eine kleine Mähmaschine, mit der wir das Feld mähten und dann durften wir mit Rechen und Mistgabeln das Heu drehen und wenden. Nach ein paar Tagen trockenem Wetter wurde dann aus dem Heu Heuballen gemacht, wieder mit einer kleinen Maschine. Das fertige Produkt, unsere Heuballen, wurden dann entweder an einen lokalen Pferdehalter verkauft, oder an die „Flying Flock“ weitergegeben.

Zum Winter hin, beginnend meist ab Oktober, werden Bäume gefällt. Es wird darauf geachtet, dass sich diese meist für Handfällung eignen, da nur wenige die Kettensäge benutzen dürfen und große Bäume für ungeübte Baumfäller eine Gefahr darstellen. Aber wenn man dann seinen eigenen ersten Baum gefällt hat, kann man nicht mehr aufhören. Ich versuchte meine Schnitte zu perfektionieren und probierte auch neue Methoden aus, die mir von den Team-Leadern gezeigt wurden. So hatte ich jemanden der es mir zeigte und mich durch den Prozess des Baumfällens führte und mich dann darauf hinwies, wenn ich einen Fehler machte.

Freiwilligenarbeit Schottland NaturÜber meine Zeit in Schottland kann ich mich echt nicht beklagen, selbst das Wetter war wider Erwarten gut. Wir mussten während der ganzen Zeit nur zweimal früher wegen Regen aufhören und einmal konnten wir gar nicht erst anfangen. Stattdessen haben wir uns dann Reservate angeschaut und eine lokale Sightseeingtour bekommen. Wenn man so überlegt, was es in einigen Teilen Deutschlands so regnet, war man da doch recht regenfrei. Aber egal bei welchem Wetter, wenn man zurück in seinem Heimatland ist, wird man auf jeden Fall die Arbeit und die frische Luft vermissen.

Und natürlich verbesserte sich auch mein Englisch. Ich war darauf angewiesen, mich täglich mit meiner Gastmutter oder den Leuten bei der Arbeit auf Englisch zu verständigen. Nach ein paar Wochen dachte ich dann auch in Englisch und konnte meist  michohne großes Überlegen fließend unterhalten. Ich hatte in Deutschland dann zum Teil das Problem, dass ich auf Englisch Sätze anfing und mich die Leute anguckten und sich wunderten, was der nun hat. Ich fand es war eine gute und wichtige Erfahrung in einem fremden Land einmal etwas zu tun, was so gar nicht dem vorherigen Leben entsprach und einen nicht nur geistig förderte, sondern einen abends manchmal erschöpft, aber glücklich ins Bett fielen ließ.

Fotos © Jelle Duehrsen

Jelle hat seinen Freiwilligenaufenthalt über travelbee (vormals Into) organisiert und er beantwortet gerne weitere Fragen zu seinem Einsatz.

Kannst du dir vorstellen, Freiwilligenarbeit in Europa zu machen? Hast du Erfahrungen, die du mit uns teilen möchtest? Wir freuen uns über deine Berichte in den Kommentaren!

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Ein Streifzug durch das DeeperTravel Jahr 2018 in 3.858 Zeichen https://deepertravel.de/verein-deepertravel-2018/ https://deepertravel.de/verein-deepertravel-2018/#comments Fri, 28 Dec 2018 20:02:19 +0000 https://deepertravel.de/?p=4415 Ob und wie genau die Zeit vergeht, mag ja strittig sein. Für uns als Verein DeeperTravel vergingen die letzten vier Jahre auf jeden Fall wie im gefühlten Flug. Bei der Vereinsgründung im Dezember 2014 konnten wir nicht wissen, wo uns die Reise bis ins Jahr 2018 hinbringen wird. Wir wussten nicht, ob es uns [...]

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Ob und wie genau die Zeit vergeht, mag ja strittig sein. Für uns als Verein DeeperTravel vergingen die letzten vier Jahre auf jeden Fall wie im gefühlten Flug. Bei der Vereinsgründung im Dezember 2014 konnten wir nicht wissen, wo uns die Reise bis ins Jahr 2018 hinbringen wird. Wir wussten nicht, ob es uns gelingen wird, eine größere Öffentlichkeit mit unseren Anliegen zu erreichen und in weiterer Folge, welche Halbwertszeit unser Verein haben wird. Das Engagement der Vereinsmitglieder und UnterstützerInnen, die ehrenamtlich ihr Wissen und ihre Erfahrungen bei der Konzeption, Antragsstellung und Durchführung von Projekten einbringen sowie eine treue LeserInnenschaft unserer Publikationen haben es ermöglicht, dass der Verein DeeperTravel seinen mittlerweile vierten Geburtstag feiern konnte. Das ist gleichzeitig auch unser Highlight des Jahres 2018.

WIR SAGEN DANKE!

Was war sonst noch?

Im Februar 2018 endete unser von der Austrian Development Agency (ADA) gefördertes Projekt ’Plattform Volunteer Reisen’. Nach einer Gesamtprojektlaufzeit von 24 Monaten sollten zu Projektende folgende drei konkrete Ziele erreicht worden sein:

Ziel 1: Gut vorbereitete und kritisch reflektierende österreichische Volunteer Reisende. Menschen, die als Freiwillige vereisen, verfügen über ein umfangreiches Wissen über globale Zusammenhänge und ein gestärktes Bewusstseins für die durch den globalen Tourismus hervorgerufenen ökologischen, ökonomischen, sozialen und technologischen Chancen und Herausforderungen.

Ziel 2: Vernetzung und Kooperation mit den wichtigsten AkteurInnen in Österreich, die im Bereich Globales Lernen für Reisende tätig sind (Bildungsinstitutionen, Entsendeorganisationen, Vereine).

Ziel 3: Vernetzung und Wissenstransfer zwischen ehemaligen und angehenden österreichischen Volunteer Reisenden.

Wir haben alle drei Ziele erreicht und der Abschlussbericht sowie die Schlussabrechnung wurden von unserem Fördergeber voll anerkannt. Der erfolgreiche Abschluss eines großen Projekts nach zwei Jahren Laufzeit gehört natürlich immer zu den Höhepunkten eines Jahres.

Studie zur österreichischen Freiwilligenarbeit im Ausland

Nach dem Projekt ist ja bekanntlich vor dem Projekt und deshalb haben wir noch im November 2017 einen Antrag an den Anerkennungsfonds für Freiwilliges Engagement des österreichischen Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (kurz: Sozialministerium) gestellt. Im Mai dieses Jahres haben wir dann eine Zusage für das Forschungsvorhaben erhalten und setzen seitdem das Projekt um. Das Ziel der Studie ist eine erste umfassende Darstellung der derzeitigen Lage (in Österreich) und der Zukunftsperspektiven der Freiwilligenarbeit im Ausland. Mehr Infos dazu gibt es hier.

Bildungsangebote, Publikationen und Veranstaltungen

workshop deepertravel fair reisenIm Bereich Bildungsarbeit haben wir, wie auch die Jahre davor, Vorbereitungsseminare für angehende Freiwillige durchgeführt. Alle Infos zu unseren unterschiedlichen Bildungsangeboten finden sich hier.

Auch im Jahr 2018 haben wir regelmäßig eigene Artikel und Gastbeiträge auf unserem Blog publiziert und einige Interviews gegeben. Darüber hinaus haben wir für einen im Frühjahr 2019 im Peter Lang Verlag erscheinenden Sammelband einen Artikel zur aktuellen Lage der Zivilgesellschaft beigetragen.

Unser Konferenz-Highlight war dieses Jahr das Castlecamp in Kaprun, das von 07. bis 09. September über die Bühne ging. Wir waren das dritte Mal bei der österreichischen Veranstaltung zum Thema ‚Tourismus und digitale Technologien’ und waren wieder einmal begeistert. Einen ausführlichen Bericht kann man hier nachlesen. Und zum Vormerken: Das Castlecamp 2019 findet vom 06. bis 8. September 2019 in Kaprun statt.

Unser Vorsatz für 2019

Einfach tun.

In diesem Sinne wünschen wir unseren LeserInnen, Vereinsmitgliedern und PartnerInnen ein erfolgreiches Jahr 2019!

++++ HAPPY NEW YEAR ++++

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Tipps und Tricks – Wie du einen Langstreckenflug überlebst https://deepertravel.de/tipps-langstreckenflug/ https://deepertravel.de/tipps-langstreckenflug/#respond Thu, 11 Oct 2018 18:07:09 +0000 https://deepertravel.de/?p=4366 Leider geht es manchmal nicht anders und die Reiseplanung erfordert einen Langstreckenflug. Wir haben an anderen Stellen schon über die Umweltbelastung, den CO2 Ausstoß und über Alternativen gesprochen, dieses Mal nähern wir uns dem Thema von einer pragmatischen Seite. Wer möchte schon am Zielort mit Rücken- und Knieschmerzen, Jetlag, verkatert, übermüdet, hungrig, durstig und [...]

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Leider geht es manchmal nicht anders und die Reiseplanung erfordert einen Langstreckenflug. Wir haben an anderen Stellen schon über die Umweltbelastung, den CO2 Ausstoß und über Alternativen gesprochen, dieses Mal nähern wir uns dem Thema von einer pragmatischen Seite. Wer möchte schon am Zielort mit Rücken- und Knieschmerzen, Jetlag, verkatert, übermüdet, hungrig, durstig und gehetzt ankommen? Deshalb ganz exklusiv und von uns Expert_innen getestet:

Unsere Geheimtipps für Langstreckenflüge

Mit der richtigen Vorbereitung können schon einige Worst-Case-Szenarien ausgeschaltet werden. Im Blogpost zur Flugsuche haben wir schon ein paar Tipps gegeben, wie man einen günstigen Flug findet. Ein günstiges Ticket bedeutet oft, dass das Flugzeug nicht rappelvoll ist. Weitere wichtige Faktoren sind:

Flugzeiten

Langstreckenflug Tipps

Langstreckenflug Tipps

Ob Tag- oder Nachtflug ist reine Geschmacksache. Mit einem Zwischenstopp, bei dem man vielleicht noch eine Nacht einplant, kann ein Langstreckenflug wesentlich entspannter vonstattengehen. Am schlimmsten sind lange Wartezeiten an den Flughäfen beim Umsteigen. Gerade Flüge mit langen Transit Zeiten sind manchmal recht günstig, es gilt abzuwägen ob sich die Ersparnis auszahlt.

Die Airline

Quatar Airlines, Lufthanser und Etihad erhalten immer wieder gute Ratings. Manchmal sind Flüge mit den ‚besseren’ Airlines gar nicht oder nur marginal teurer als mit Billigfliegern. Dafür haben die MitarbeiterInnen bessere Arbeitsbedingungen, das Essen ist genießbar und eventuell hat man ein paar Zentimeter mehr Beinfreiheit.

Sitzplatzauswahl

Am bequemsten wäre es wohl in der First oder in der Business Class. Danach bieten viele Airlines noch eine „bessere“ Economy an oder man kann mit einem Aufpreis einen Sitz am Notausgang erwerben. Wer nicht bereit ist etwas aufzuzahlen, hat hoffentlich die Möglichkeit, sich vorab beim Online-Check-in einen Platz zu reservieren. Auf Seatguru kann man checken, wie die Sitzverteilung im jeweiligen Flugzeug ist, wo am meisten Beinfreiheit herrscht, wo die Toiletten sind, etc. Zu vermeiden sind Plätze in der Mitte (bei 3er Reihen), die letzten Reihen oder grundsätzlich Plätze, die zu nahe an den Toiletten sind (da herrscht oft viel Unruhe) und in den ersten Reihen der Economy trifft man gerne auf Familien mit Kleinkindern und Babys.

Bekleidung

Die wichtigste Regel: Bequemlichkeit vor Style. Die Temperatur im Innenraum des Flugzeugs kann stark variieren, also am besten mehrere Schichten anziehen. Ein großer Schal, extra dicke Socken, etwas für den Kopf (Haube oder Kapuze) können sehr hilfreich sein.

Ausrüstung

Ausrüstung

Was unbedingt ins Handgepäck sollte: Kissen oder Nackenkissen, Schlafmaske, Ohropax, Kopfhörer oder Ähnliches (z.B. noisecancelling earplugs), Wohlfühl-Toilettartikel (die Haut kann sehr austrocknen!), Unterhaltung (Handy, Tablet, Buch oder Kindle, etc.) und Dinge auf die man nicht verzichten will. Achtung: Elektronische Geräte voll aufladen!

Verpflegung

Ein kleiner Snack für Zwischendurch und eine (leere) Wasserflasche, die man sich von den Flugbegleiter_innen wieder auffüllen lassen kann, können sehr hilfreich sein.

Handgepäck

Wenn du nicht nur mit Handgepäck reist, gib so viel Gepäck auf wie irgendwie möglich. Weniger Handgepäck ist gleich weniger Stress. Der Platz im Flugzeug ist oft limitiert, auch weil viele Mitreisende das größtmögliche Gepäckstück mit an Board nehmen.

Los geht’s mit dem Flug…nun ein paar Tipps für unterwegs:

Pünktlichkeit

Rechtzeitig am Flughafen zu sein, erspart viel Stress, Schweiß und Nerven. Lieber eine halbe Stunde länger am Gate warten, als durch die Gänge zu hetzen und den eigenen Namen durch die Lautsprecher zu vernehmen.

Verpflegung während oder kurz vor dem Flug

Langstreckenflug Getränke3 Bier und etwas Blähendes mit viel Zwiebel noch vor dem Abflug? Du und deine Sitznachbarin werden garantiert darunter leiden. Im Flugzeug werden spezielle Diätwünsche meist vor den eigentlichen Speisen verteilt. Das Essen im Flugzeug ist ein wichtiger Zeitvertreib, darauf zu verzichten bedeutet auch, dass man mehr Zeit totzuschlagen hat. Just saying. Auch wenn der Service sehr gut ist, macht es Sinn, eine eigene immer gut gefüllte Wasserflasche bei sich zu haben. Dehydrierung macht vielen Menschen während des Langstreckenflüges zu schaffen. Zu Alkohol an Board gehen die Meinungen auseinander. Klar dehydriert man mit Alkohol noch mehr, allerdings erledigt sich das Problem mit dem Zeitvertreib beim Alkoholkonsum. Wer schon einmal in der Nähe von stark trinkenden Personen im Flugzeug gesessen ist, wird sich eventuell aus eigenem Antrieb zurückhalten. Dennoch, your body, your choice, nur anderen Fluggästen oder gar dem Flugpersonal soll man damit nicht auf die Nerven gehen.

Respektvoller Umgang

Die Tatsache, mit hunderten Personen viele Stunden in einer Blechbüchse eingesperrt zu sein, stresst uns alle. Dort gibt es die Armlehnendiebe*, die Rückenlehnenrumpler, die Dauerquatscher, die Gang-Fitness-Freaks, die Streit-Suchenden, die Tobsuchtsanfall-Kinder, die Säufer, die Anbaggerer und die Sitz-Liegeplatz-Suchenden. Viel kann man mit Ruhe und Gelassenheit deeskalieren, wenn es gar nicht geht, ist es am besten Hilfe vom Kabinenpersonal zu holen. Mit Glück erhält man einen anderen, vielleicht sogar besseren Sitzplatz. Gerade wenn man als Frau alleine reist, ist es selbstverständlich in Ordnung Bescheid zu geben, wenn man belästigt wird oder sich belästigt fühlt.

Ein respektvoller Umgang mit dem Boardpersonal sollte eine Selbstverständlichkeit sein und auch das Timing einer Bestellung sollte man bedenken.

*_innen soll es ja auch geben, die sind in dem Fall natürlich mitgemeint.

Pharmazeutika und medizinische Produkte

Auch hier gehen die Meinungen stark auseinander. Ein Thrombosestrumpf wird oft gegen geschwollene Füße empfohlen. Wem leicht übel wird, kann mit Magenschutz oder Anti-Übelkeitspillen geholfen werden. Für manche kann bei Stress, Schlaflosigkeit oder Flugangst ein leichtes Sedativum Wunder wirken. Aber Vorsicht: Die ersten Stunden nach der Einnahme können zu einer Desorientierung führen, weshalb es besser ist, das nur in Begleitung zu erwägen.

Bewegung

Die sogenannte Venenpumpe, das Wippen von Ferse auf Zehenspitzen, bewirkt, dass die Füße und Beine besser durchblutet werden. Durchstrecken und lockern der Muskeln und von verspannten Partien, zum Beispiel bei jedem Toilettengang, hilft, dass man sich wieder menschlich fühlt. Wanderungen durch die Gänge sind für die Mitreisenden eine eher nervige Angelegenheit.

Unterhaltung

Tipps LangstreckeMan kann die Zeit im Flugzeug auch als Zeit für sich selbst sehen und sich einem Unterhaltungsprogramm widmen, für das bisher keine Zeit war. Ob Buch, Film, Serie, Videospiel, oder aus dem Fenster schauen…ganz egal. Manche finden auch Arbeiten im Flugzeug sehr produktiv.

Gelandet – was nun?

Wenn die Maschine den Boden berührt, heißt es ausgiebig zu klatschen, danach kannst du sofort den Sitzgurt lösen und während das Flugzeug noch rollt, aufspringen, deine Mitreisenden mit Ellenbogen verdrängen und als erster das Gepäckfach öffnen und deine Tasche an dich nehmen. Dann gilt es sich gut durch den Gang zu drängen, um beim Öffnen der Türen bereit zu stehen.

Oder du lässt das alles besser, chillst noch ein wenig und freust dich auf ein Nickerchen in deiner Unterkunft.

Hast du noch einen weiteren Langstreckenflug-Lifehack? Was muss bei dir unbedingt mit an Board? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

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Voluntourismus unter Kritik – welche Qualitätskriterien gibt es? https://deepertravel.de/voluntourismus-kritik/ https://deepertravel.de/voluntourismus-kritik/#respond Sat, 01 Sep 2018 14:45:16 +0000 https://deepertravel.de/?p=4330 "Immer mehr junge Menschen leisten Freiwilligenarbeit im Ausland und werden Opfer von dubiosen Geschäftspraktiken" - so oder so ähnlich gestaltet sich die Kritik an Voluntourismus in den Medien. Während wir uns einerseits darüber freuen, dass das Thema immer mehr Aufmerksamkeit erfährt, sind wir manchmal ein wenig verwundert über die ewig gleiche Berichterstattung. Da geht [...]

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„Immer mehr junge Menschen leisten Freiwilligenarbeit im Ausland und werden Opfer von dubiosen Geschäftspraktiken“ – so oder so ähnlich gestaltet sich die Kritik an Voluntourismus in den Medien. Während wir uns einerseits darüber freuen, dass das Thema immer mehr Aufmerksamkeit erfährt, sind wir manchmal ein wenig verwundert über die ewig gleiche Berichterstattung. Da geht es um Kurzeinsätze und um illegale Waisenhäuser, es geht um dubiose Geschäftsmodelle, die über Umwege Kinderhandel, Tierquälerei oder gar sexuellen Missbrauch ermöglichen und um die Ausbeutung der Hilfsbereitschaft von jungen Menschen bzw. deren Eltern.

Voluntourismus unter Kritik – was ist wahr daran?

Leider ist die Kritik oft gerechtfertigt und notwendig. Beginnen wir mit dem leidigen Thema Waisenhaustourismus. Ihr könnt über diese Problematik an unterschiedlichen Stellen nachlesen und es sollte relativ bald klar werden, dass Projekte in Waisenhäusern für Freiwillige keine gute Idee sind. Kinder sind keine touristischen Attraktionen und jedeR potenzielle Volunteer, die sich gegen die Arbeit in einem Waisenhaus entscheidet, ist ein kleiner Erfolg.

kritik voluntourismusWeiter geht es mit fragwürdigen Tierschutz Projekten. Wer möchte keine niedlichen Löwenbabies mit der Flasche großziehen, doch daß diese Löwenbabies lediglich für Großwildjäger für die so-genannte Gatterjagd gezüchtet werden, sollte man bedenken. Wenn hunderte Freiwillige für das perfekte Foto den frisch geschlüpften Schildkröten im Weg stehen, bleibt der Umweltschutz auf der Strecke.

Dann gibt es diese Konzerne, die mit tausenden Projekten auf der ganzen Welt „zusammenarbeiten“, in einem Netzwerk, dass niemand durchschauen kann und wo bei rechtlichen Unsicherheiten niemand greifbar ist. Findige Geschäftsmänner und Frauen gründen eine NGO nur dazu, um ein neues Waisenhaus für Freiwillige entstehen zu lassen. Online-Plattformen, wo man Bewertungen und Erfahrungsberichte hinterlassen kann, werden hinter den Kulissen von den großen AnbieterInnen betrieben und lassen dementsprechend nur positives Feedback zu.

Da gibt es Preisschwankungen von Angebot zu Angebot, die sich niemand erklären kann und Versprechungen die lokale NGO mit einem Beitrag zu unterstützen, was dann doch nicht geschieht. Freiwillige werden vor Ort um Almosen gebeten, haben keinen Kontakt zu den versprochenen AnsprechpartnerInnen oder werden in katastrophalen Verhältnissen untergebracht.

Das Licht am Ende des Tunnels

Erfreulicherweise existieren zahlreiche Initiativen, die sich seit Jahren oder Jahrzehnten für faire, verantwortliche und nachhaltige Freiwilligenarbeit im Ausland einsetzen. Andere suchen nach Lösungsansätze für durch Voluntourismus verursachte Probleme wie beispielsweise die Re-Integration von ‚falschen‘ Waisen in den Familien- oder Dorfverbund. Weiter unten haben wir einige aufgelistet. Die Erfolge werden manchmal leider von der medialen Berichterstattung kaum beachtet, doch wir wollen ein paar Beispiele nennen, bei denen die Lobbyarbeit für faires Volunteering Früchte getragen hat.

Im deutschsprachigen Raum ist es mittlerweile schwierig geworden, Waisenhausprojekte bei Voluntourismus-AnbieterInnen zu finden. Die viele negative Presse hat viele Reisebüros dazu veranlasst, deren Angebote genauer anzusehen und sich von Projekten bei denen mit besonders schutzbedürftigen Menschen gearbeitet wird, zu verabschieden. Große Vermittlungsplattformen arbeiten nicht mehr mit NGOs oder Reisebüros zusammen, die Waisenhaustourismus anbieten. Der Zugzwang sich gewissen Qualitätskriterien zu verschreiben und Kinderschutzrichtlinien zu implementieren wird immer stärker, je mehr Entsendeorganisationen sich daran beteiligen.

Auch die viel kritisierten Kurzeinsätze könnten im deutschsprachigen Raum ein Randphänomen sein. Die Datenlage in Österreich und Deutschland ist zwar zu dürftig, um allgemein gültige Aussagen über die Gesamtsituation zu treffen. Allerdings wählten laut einer Studie eines der größten Vermittlungsportale mehr als 70% der Freiwilligen (die von diesem Portal vermittelt wurden) zwischen 2014-2017 eine Einsatzdauer von 1-3 Monaten. Dies deutet auf eine erfreuliche Tendenz hin.

Woran kann ich ein ‚fragwürdiges‘ Angebot erkennen?

kritik an voluntourismusWir sind gegen Schwarz-Weiß-Malerei und haben schon einige Artikel veröffentlicht, wie man gute AnbieterInnen suchen und finden kann und welche Qualitäts- und Entscheidungskriterien bei der Suche helfen können. Trotzdem wollen wir an dieser Stelle nochmals auflisten, wann die ‚Alarmglocken‘ läuten sollten:

  • Keine persönliche Beratung
  • Fehlende Kinderschutzrichtlinien
  • Keine Qualifikationen erforderlich
  • Keine Kostentransparenz
  • Unrealistische Versprechen
  • Keine Vorbereitung, Begleitung, Nachbereitung
  • Keine AnsprechpartnerIn vor Ort
  • Kein Krisenmanagement
  • Stereotype und armutsbasiertes Marketing

Wo kann ich mich weiter informieren?

Wir haben unter Ressourcen viele Links und Literaturtipps für euch zusammengestellt. An dieser Stelle wollen wir euch zum Thema Kritik an Voluntourismus noch ein paar Quellen, wo ihr euch informieren könnt, nennen.

Checkliste / Fragebogen als Hilfestellung bei der Wahl des Angebotes von Responsible Volunteering

Fairunterwegs – Voluntourismus

FAIRantwortungsvoll – Freiwillig Arbeiten im Ausland

Podiumsdiskussion zum Thema Kinderschutz und Freiwilligenarbeit auf der ITB in Berlin, 2018

Haben wir eine wichtige Quelle ausgelassen? Wo habt ihr euch informiert? Wir freuen uns über Kommentare und Anmerkungen.

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DeeperTravel goes Research: Studie zur österreichischen Freiwilligenarbeit im Ausland https://deepertravel.de/freiwilligenbericht/ https://deepertravel.de/freiwilligenbericht/#respond Sat, 21 Jul 2018 11:50:54 +0000 https://deepertravel.de/?p=4310 Wir beschäftigen uns bereits seit dem Jahr 2014 intensiv mit dem Thema Freiwilligenarbeit im Ausland und von Beginn an sind wir immer wieder mit den selben unbeantworteten Fragen konfrontiert: Wer ist die „typische“ Volunteer? Woher kommt er und wie alt ist sie? In welchen Bereichen ist sie tätig und welche Ausbildung bringt er mit? In [...]

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Wir beschäftigen uns bereits seit dem Jahr 2014 intensiv mit dem Thema Freiwilligenarbeit im Ausland und von Beginn an sind wir immer wieder mit den selben unbeantworteten Fragen konfrontiert: Wer ist die „typische“ Volunteer? Woher kommt er und wie alt ist sie? In welchen Bereichen ist sie tätig und welche Ausbildung bringt er mit? In welchen Ländern engagiert sie sich und warum? Wie hat er sich den Aufenthalt organsiert und finanziert?

Stand der Forschung

In den letzten Jahren sind vor allem in anglo-amerikanischen Raum einige Forschungsarbeiten zum Thema Freiwilligenarbeit im Ausland entstanden. Ein Überblick über den aktuellen Stand der Forschung findet sich in unserem Artikel Voluntourismus: Globales Lernen, Nachhaltigkeit und Tourismus – Alles Inklusive? Eine Gemeinsamkeit vieler Studien ist ein starker Fokus auf die Motivation und die Erwartungen der Freiwilligen und ob bzw. wie diese im Einsatz erfüllt wurden. Obwohl die Ergebnisse solcher Studien einen großen Mehrwert für die Planung und Durchführung von Freiwilligenprogrammen in Hinblick auf die Volunteers darstellen, besteht die Gefahr, dass andere Bereiche, wie beispielsweise die Auswirkungen auf die Destinationen bzw. Bereisten oder die Rolle der Entsendeorganisationen, vernachlässigt werden. Darüber hinaus weisen qualitative Studien in der Regel eine kleine Anzahl an Befragten auf und sind daher nicht repräsentativ, d.h. für eine große Gruppe verallgemeinerbar. Für (politische) EntscheidungsträgerInnen und Entsendeorganisationen ist eine evidenzbasierte Politik allerdings nur auf Basis einer möglichst umfassenden Darstellung der derzeitigen Lage und der Zukunftsperspektiven der Freiwilligenarbeit im Ausland möglich.

Freiwilligenbericht für ÖsterreichNeben dem dominierenden Interesse an der Rolle der Freiwilligen schränkt die Fokussierung die institutionalisierten Entsendeorganisationen die Aussagekraft weiter ein. Beispielsweise führte das DEval Institut in Deutschland eine groß angelegte Studie über die Lernerfolge durch Freiwilligendienste durch und die Ergebnisse bestätigen größtenteils die Erwartungshaltungen, besonders hinsichtlich Global Citizenship Education. So steigt zum Beispiel die Bereitschaft für langfristiges zivilgesellschaftliches Engagement (im Heimatland), es kommt zu einem Erkenntnisgewinn über das Zielland, auf Peer-Gruppen wird Einfluss genommen und individuelle Kapazitäten und Fähigkeiten der Freiwilligen entwickeln sich. Allerdings wird laut der Studie ‚From Volunteering to Voluntourism’, die den Markt in Deutschland analysierte, davon ausgegangen, dass mehr als das Doppelte der Freiwilligeneinsätze nicht über von der öffentlichen Hand geförderte Institutionen, wie beispielsweise Weltwärts organisiert werden. Die ForscherInnen gehen davon aus, dass zwischen 15.000 und 25.000 deutsche StaatsbürgerInnen einen so genannten flexiblen Freiwilligeneinsatz bei privatwirtschaftlichen ReiseveranstalterInne buchen, währenddessen über die institutionalisierten Entsendeorganisationen im Jahr 2016 knapp 8.000 Freiwillige entsendet wurden (ca. 4000 davon durch Weltwärts).

Flexible Freiwilligeneinsätze werden oftmals leichtfertig verurteilt, was aufgrund der vielen Negativbeispiele (zum Beispiel Waisenhaustourismus in illegalen Waisenhäusern und Missbrauchsfälle) nachvollziehbar erscheint. Allerdings zeigte eine Analyse von 400 Datensätzen von ehemaligen VoluntouristInnen, dass die durchschnittliche Aufenthaltsdauer bei 7 Wochen liegt und das Klischee vom zweiwöchigen Kurzeinsatz im Waisenhaus mittlerweile überholt ist. Gleichzeitig ist es notwendig, privatwirtschaftliche AkteurInnen in die Diskussion um Zukunftsperspektiven und Qualitätskriterien der Freiwilligenarbeit im Ausland einzubinden um die Branche nachhaltig zu verändern.

Studien zur österreichischen Freiwilligenarbeit im Ausland

Es ist anzunehmen, dass sich diesbezüglich die Situation in Österreich der in Deutschland ähnelt. Über Freiwilligenarbeit im Inland liegt mit dem ‚Bericht zur Lage und zu den Perspektiven des Freiwilligen Engagements in Österreich’ (2. Freiwilligenbericht) eine fundierte Studie vor. Über Freiwilligenarbeit im Ausland existiert für Österreich keine vergleichbare wissenschaftliche Studie. Die Beratungsstelle WeltWegWeiser führte 2016 und 2017 Erhebungen zur Freiwilligenarbeit im Ausland durch, allerdings fokussierten diese Studien auschließlich auf NGO-basierte Freiwilligenarbeit mit einer gewissen Mindestdauer. AnbieterInnen der so genannten flexiblen Freiwilligenarbeit wurden nicht berücksichtigt und deshalb bilden die Erhebungen auch die österreichische Gesamtsituation nicht zur Gänze ab. Ebenso wurde ausgeblendet, dass Freiwillige aus Österreich bei deutschen privatwirtschaftlichen AnbieterInnen buchen können.

Unsere Studie ‚Bericht zur Lage und zu den Perspektiven des freiwilligen Engagements der ÖsterreicherInnen im Ausland’

Freiwilligenbericht OesterreichAn dieser Stelle setzt unser Forschungsvorhaben an. Das Ziel der Studie ist eine erste umfassende Darstellung der derzeitigen Lage (in Österreich) und der Zukunftsperspektiven der Freiwilligenarbeit im Ausland. Entsendeorganisationen, privatwirtschaftliche AnbieterInnen von flexibler Freiwilligenarbeit, an Freiwilligenarbeit Interessierte sowie politische EntscheidungsträgerInnen sollen mit der Studie einen fundierten Überblick über die aktuelle Bedeutung und den Stellenwert sowie über die Chancen und Herausforderungen der Freiwilligenarbeit im Ausland erhalten. Das Vorhaben stellt das erste seiner Art in Österreich dar und weist daher ein hohes wissenschaftliches, politisches und öffentliches Interesse auf. Außerdem soll durch den Freiwilligenbericht eine dauerhaft wirksame Maßnahme zur Absicherung des freiwilligen Engagements im Ausland der Österreicherinnen und Österreicherinnen geschaffen werden. Nicht zuletzt wollen wir mit der Untersuchung zur Qualitätssicherung beitragen.

Realisiert werden kann das Forschungsvorhaben durch eine Zuwendung aus dem Anerkennungsfonds für Freiwilliges Engagement des österreichischen Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (kurz: Sozialministerium).

Freiwilligenbericht: Wir brauchen dich!

Wir werden auf unseren Social Media Kanälen regelmäßig über den Fortschritt unserer Studie berichten und damit das auch die Öffentlichkeit mitbekommt, brauchen wir deine Unterstützung: Wenn du unsere Posts teilst, kommentierst oder likst trägst du dazu bei, dass mehr Menschen von unserem Forschungsprojekt erfahren und in weiterer Folge die öffentliche Akzeptanz von Freiwilligenarbeit im Ausland gestärkt wird. Wir wollen darüber hinaus auch durch gezielte Medienarbeit auf den Freiwilligenbericht aufmerksam machen. Wenn du selber JournalistIn bist oder Kontakte in der Medienwelt hast, freuen wir uns über eine Nachricht!

tiefer…länger…nachhaltiger

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Wer hip sein will tut Gutes im Urlaub – aber bitte richtig! https://deepertravel.de/gutes-im-urlaub-tun/ https://deepertravel.de/gutes-im-urlaub-tun/#respond Tue, 19 Jun 2018 10:22:55 +0000 https://deepertravel.de/?p=4235 *Ein Gastbeitrag von Kerstin Dohnal (ECPAT Österreich) Endlich! Der Frühling ist da und der nächste Urlaub steht damit quasi auch schon vor der Tür. Wohin soll die Reise denn heuer gehen? Was sagen die Trends? Sonne, Strand und Meer? Ein aktiver Wanderurlaub in den Bergen? Oder doch lieber ein Yoga-Retreat in grüner Abgeschiedenheit? Obwohl, [...]

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*Ein Gastbeitrag von Kerstin Dohnal (ECPAT Österreich)

Endlich! Der Frühling ist da und der nächste Urlaub steht damit quasi auch schon vor der Tür. Wohin soll die Reise denn heuer gehen? Was sagen die Trends? Sonne, Strand und Meer? Ein aktiver Wanderurlaub in den Bergen? Oder doch lieber ein Yoga-Retreat in grüner Abgeschiedenheit? Obwohl, eigentlich wollte ich doch immer schon Projekterfahrung im Ausland sammeln. Da wäre ein Freiwilligeneinsatz in einer exotischen Destination mit anschließendem Badeurlaub doch genau das richtige, oder?

Gutes Tun im Urlaub?

So edel die Motivation für den Freiwilligeneinsatz im Urlaub auch sein mag, so gering ist oft das Bewusstsein der Volontär_innen gegenüber den negativen Auswirkungen, die der Freiwilligeneinsatz für Zwischendurch auf die Menschen im jeweiligen Projekt – insbesondere auf die Kinder – haben kann. Überhaupt ist es immer wieder erstaunlich, wie sehr das eurozentristische Helfersyndrom immer noch in den Köpfen der Menschen verankert ist, und wie verzerrt die Wahrnehmung der eigenen Kompetenz oft ist. Herkunft ist eben nicht gleich Kompetenz.

Viele Angebote suggerieren uns das Potenzial helfen zu können. In Wirklichkeit nehmen wir aber weit mehr von Freiwilligeneinsätzen mit, als wir jemals geben können. Daher sollte ein Freiwilligeneinsatz immer gut geplant sein, damit alle Beteiligte davon profitieren können.

Was kann ich also tun, wenn ich mich in meinem Urlaub sinnvoll in ein Projekt einbringen möchte?

Zunächst einmal sollte man sich die Frage stellen, welche Fähigkeiten und Ressourcen man selbst einbringen kann, und sich dann ein konkretes Projekt gezielt aussuchen. Dabei ist es wichtig, den Anbietern direkt und ganz konkret Fragen zu stellen. Denn die Unternehmen sind gefordert bei der Auswahl ihrer Projekte darauf zu achten, dass Kinderschutz-Standards wie The Code umgesetzt werden. Das hilft den Unternehmen aber auch den Freiwilligen dabei, gute von weniger guten Projekten zu unterscheiden.

Organisationen wie ECPAT und Tourism Watch arbeiten daran, dass Unternehmen und Informationsstellen die notwendigen Daten und Informationen zur Verfügung haben sowie über ein entsprechendes Problembewusstsein verfügen, um umfassend und konkret über Themen wie Kinderschutz informieren und aufklären zu können.

ITB Berlin Kinderschutz

ITB Berlin Kinderschutz

Bewusstsein zu schaffen für die Wichtigkeit des Kinderschutzes im Voluntourismus und die Gefahren, denen Kinder in diesem Zusammenhang ausgesetzt sind, war auch das Ziel der Podiumsdiskussion auf der diesjährigen Internationalen Tourismusbörse ITB im März in Berlin. Unter dem Titel „Volontourismus – Wie lassen sich Kinder in touristischen Zielgebieten besser schützen?“ diskutierten internationale Expert_innen zum Thema. Dabei wurde deutlich, dass Reisende ebenso wie Veranstalter beste Absichten haben und bemüht sind, verantwortungsvoll zu handeln. Das zeigte auch das Interesse an den von ECPAT Deutschland koordinierten Veranstaltungen zum Thema Kinderschutz.

Österreich zählt mit über 40 Prozent Freiwilligen zu den europäischen Spitzenreitern. Nach Angaben des Österreichischen Sozialministeriums sind rund 46% der österreichischen Bevölkerung ab 15 Jahren in irgendeiner Form freiwillig tätig. Davon sind rund 49 % Männer und rund 42 % Frauen. Alleine damit hat Österreich großes Potential im Bereich der Freiwilligenarbeit.

Grundsätzlich muss klar gesagt werden, dass Freiwilligeneinsätze im Nord-Südkontext eine Möglichkeit sind, zum Verständnis zwischen Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen oder interkulturellem Lernen beizutragen. Die Idee, dass Themen, die man aus den Medien oder Kampagnen von NGOs kennt, selbst erlebbar werden und somit dazu beitragen, dass man die Situation der Menschen vor Ort besser versteht, ist grundsätzlich zu begrüßen. Zudem können Freiwilligeneinsätze zum globalen Verständnis beitragen, Solidarität fördern und für ehrenamtliches Engagement über den Einsatz hinaus fördern. Allerdings werden keineswegs alle Freiwilligeneinsätze diesen Ansprüchen gerecht. Unsere Erfahrung zeigt, dass bei der Einhaltung von Standards, die Wahrscheinlichkeit höher ist, diesen Ansprüchen gerecht zu werden.

DeeperTravel_ECPAT_KinderschutzDaher freuen wir uns bei ECPAT Österreich über die Initiative von Jugend Eine Welt und der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, aus der Projekte entstanden sind, welche die Orientierung hinsichtlich der Auswahl der geeigneten Programme sowie insbesondere die damit verbundenen Qualitätsstandards erleichtern sollen.

Im Rahmen eines von der österreichischen Agentur für Entwicklungszusammenarbeit Austrian Development Agency geförderten ECPAT-Projektes ‚Kinderschutz im Reisegepäck? – Kinderschutzstandards für Freiwilligeneinsätze im Ausland‘, ist es in den letzten beiden Jahren gelungen, Bewusstsein und Sensibilität für Kinderschutz im nicht kommerziellen Segment der Freiwilligeneinsätze in Österreich zu schaffen.

Darüber hinaus wurde ein Trainingshandbuch zur Thematisierung von Kinderrechten und Kinderschutz in der Vorbereitung von Freiwilligen entwickelt das Orientierung bietet und die Vorbereitung wesentlich erleichtert.

Aufbauend auf aktuellen Analysen und Ergebnissen wurden nun für ein Folgeprojekt Projekt im kommerziellen Sektor österreichische wie auch deutsche, in Österreich operierende Anbieter von Freiwilligenangeboten ausgewählt, die dem Kinderschutzkodex beitreten sollen. Es gibt nämlich durchaus Anbieter, die gerne auf Qualität setzen möchten, aber bislang noch nicht das geeignete Tool zur Verfügung hatten. Voluntourismus-Angebote werden auch von den gängigen Nachhaltigkeitszertifizierungen derzeit noch nicht erfasst. Darum ist der Kinderschutzkodex besonders interessant für diese Anbieter – natürlich abgesehen davon, dass auch immer mehr Freiwillige die Projekte für die sie arbeiten möchten und deren Anbieter gezielt aussuchen.

Eine spannende, neue Entwicklung gibt es auch beim Internationalen Kinderschutzkodex: Ab 2018 müssen alle Reiseveranstalter, die Freiwilligen-Angebote inkludieren, eine „Voluntourismus-Policy“ annehmen und umsetzen. Jene Anbieter, die bereits Schritte Richtung Qualitätsstandards gesetzt haben, werden wir als erstes ansprechen, um sie als Vorbilder gewinnen zu können.

Die Impulsvorträge von Antje Monshausen (Geschäftsführerin von Tourism Watch, Brot für die Welt) und Anita Dodds (Menschenrechtskonsulentin für Südostasien) machten bei der Prodiumsdiskussion auf der ITB mit klaren Fakten, die das Publikum spürbar bewegten, die Dringlichkeit von Kinderschutz im Tourismus deutlich. Klar wurde dabei allerdings auch, dass oft noch Orientierungslosigkeit herrscht, wie man sich dem Thema der sexuellen Ausbeutung von Kindern im Tourismus annähern kann und soll. Es wird also auch weiterhin ein essenzieller Teil der Arbeit von ECPAT sein, Aufklärungsarbeit an allen Fronten zu leisten, sowie Vorurteile und Scham abzubauen. Kinderschutzrichtlinien sind nämlich keineswegs als Instrument zur Verurteilung von Betrieben gedacht, sondern ganz im Gegenteil, als Unterstützung auf dem Weg zu verantwortungsvollem Handeln auf allen Ebenen. Wir freuen uns darauf möglichst viele dabei begleiten zu dürfen.

Die ganze Diskussion der ITB gibt es hier zum Nachsehen: https://youtu.be/cq_1sGZ_hLo

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Zwei Jahre Förderung durch die Austrian Development Agency – ein Fazit https://deepertravel.de/foerderung-verein-deepertravel/ https://deepertravel.de/foerderung-verein-deepertravel/#respond Mon, 14 May 2018 17:35:27 +0000 https://deepertravel.de/?p=4215 Wie schnell zwei Jahre vergehen können... Wir haben gerade den Abschlussbericht für das von der Austrian Development Agency geförderte Projekt ’Plattform Volunteer Reisen’ fertiggestellt und halten es deshalb auch für angebracht, ein paar Einblicke in die Abwicklung eines derartigen Projektes zu geben. Die ADA ist in Österreich die Agentur, welche öffentliche Mittel im Bereich [...]

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Wie schnell zwei Jahre vergehen können… Wir haben gerade den Abschlussbericht für das von der Austrian Development Agency geförderte Projekt ’Plattform Volunteer Reisen’ fertiggestellt und halten es deshalb auch für angebracht, ein paar Einblicke in die Abwicklung eines derartigen Projektes zu geben.

Die ADA ist in Österreich die Agentur, welche öffentliche Mittel im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit verwaltet und an Projekte vergibt. Ungefähr 5% der Gelder, die das österreichische Außenministerium der Entwicklungszusammenarbeit zuordnet, fallen unter die Kategorie ‚Projekte‘ (2016).

mitmachenGenaue Daten und Zahlen kann man auf der Website der Agentur nachlesen. Dort sind auch die Projekte, die finanziell unterstützt werden, aufgelistet und mit einer Kurzbeschreibung versehen. Der Hintergrund dieser Förderungen ist es, die Zivilgesellschaft zu stärken. Gefördert werden einerseits Projekte im Ausland, also Entwicklungszusammenarbeit bzw. Entsendeorganisationen, die Fachkräfte ins Ausland vermitteln (ehemals EntwicklungshelferInnen genannt) und andererseits Projekte in Österreich, die entwicklungspolitische Bildung und Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Hier zählen wir uns dazu.

Wie kommt man nun zu einer Förderung? Ähnlich wie in der Wissenschaft gibt es Ausschreibungen und Calls mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten und man kann einen Antrag auf Förderung eines Projektvorhabens einreichen. Klingt einfach? Nun ja, der Schein trügt. Jeder Projektantrag muss gewisse Qualitätskriterien beinhalten und gut durchdacht sein. Erstens hat die Qualität natürlich (auch) Einfluss darauf, ob ein Projekt gefördert wird, zweitens ist eine gute Planung für den Erfolg maßgeblich mitverantwortlich.

So steht zu Beginn eine Idee für ein Projekt und um diese greifbarer zu machen, heißt es, sich ein paar Fragen zu stellen:

  • Welche Ziele sollen erreicht werden?
  • Welche Ergebnisse will man in welcher Zeit vorweisen können?
  • Welche Aktivitäten sind dafür notwendig, wer führt diese Aktivitäten aus und was kostet das?

Die Ziele, die man erreichen möchte, sollen nicht nur realistisch sein, sondern auch messbar und greifbar. Die Zielgruppe soll bekannt und gut eingrenzbar sein. Wie will man Erfolge oder Misserfolge messen, wie kann man bei Problemen gegensteuern?

Spätestens bei diesen Fragen beginnt der Kopf zu qualmen und eine schwammige Projektidee kann sich entweder verflüssigen oder wird zu einem konkreten Fahrplan.

In unserem Fall war das Projektziel der ‚Plattform Volunteer Reisen’ Interessierten an Freiwilligenarbeit im Ausland Informationen bereit zu stellen.

Die drei konkreten Ziele des Projekts:

Ziel 1: Gut vorbereitete und kritisch reflektierende österreichische Volunteer Reisende. Menschen, die als Freiwillige vereisen, verfügen über ein umfangreiches Wissen über globale Zusammenhänge und ein gestärktes Bewusstseins für die durch den globalen Tourismus hervorgerufenen ökologischen, ökonomischen, sozialen und technologischen Chancen und Herausforderungen.

Training_DeeperTravel

Ziel 2: Vernetzung und Kooperation mit den wichtigsten AkteurInnen in Österreich, die im Bereich Globales Lernen für Reisende tätig sind (Bildungsinstitutionen, Entsendeorganisationen, Vereine).

Ziel 3: Vernetzung und Wissenstransfer zwischen ehemaligen und angehenden österreichischen Volunteer Reisenden.

Ob die Ziele erreicht wurden, wird dann je nachdem qualitativ oder quanitativ erhoben. In unserem Fall war die Erhebung der NutzerInnenzahlen auf der Website und denn Social Media Kanälen natürlich wichtig. Zusätzlich waren unsere Workshops und Veranstaltungen wichtige Parameter.

Unser Fazit – was haben wir erreicht?

Wir haben auf ein Informationsdefizit zeitgemäß reagiert, die Plattform erweitert und suchmaschinenoptimiert. Social Media Marketing und natürlich auch klassische Pressearbeit waren ein integraler Bestandteil des Projektes.

Ebook FAIRreisen

Alle unsere im Projektantrag formulierten Zielsetzungen haben wir erreicht. Die LeserInnenschaft der ‚Plattform Volunteer Reisen’ ist langsam aber stetig gewachsen. Freiwilligenarbeit im Ausland und zivilgesellschaftliches Engagement sind wichtiger denn je und DeeperTravel hat einen Beitrag dazu geleistet, ein Nischenthema öffentlich sichtbarer zu machen.

Ein anderes Ziel war es, zur Vernetzung der AkteurInnen beizutragen und die Sichtbarkeit von österreichischen Entsendeorganisationen und anderen NROs, die sich mit dem Thema befassen, online zu erhöhen. Dies wurde einerseits mit Publikationen (Interviews, Gastbeiträgen, Erfahrungsberichten) realisiert, andererseits durch Wissensvermittlung in Workshops zu den Themen Social Media und SEO für Nichtregierungs- und Entsendeorganisationen.

Besondere Meilensteine waren die Publikation ‚FAIRreisen statt verreisen – Nachhaltig unterwegs als Volunteer’, die Herausgabe eines Sonderheftes der Zeitschrift Sustainable Austria zum Thema ‚Volunteer-Reisen: Bildung durch Freiwilligenarbeit?‘ und die Erstellung der Broschüre ‚Faire Freiwilligenarbeit im Ausland – Kinderschutz im Reisegepäck’.

Was ist nicht so gut gelaufen?

– Bürokratie, Buchhaltung und Lohnverrechnung: Den hierfür notwendigen Aufwand, sowohl finanziell als auch zeitlich, haben wir eindeutig unterschätzt.

– Die Trennung von Infoplattform und Blog. Eine gewisse Selbstzensur hat stattgefunden und die Auswahl der Themen war eindeutig mehr im Sinne des Projektes ‚Plattform Volunteer Reisen‘ als DeeperTravel.

– Die ständige Änderungen der Algorythmen von Social Media Kanälen, vor allem Facebook, kann einem die Lust auf Social Media Marketing verderben.

Hinter all den Tätigkeiten steht der Verein DeeperTravel mit einer ständig wachsenden Mitgliederzahl. Wollt ihr mehr wissen oder euch bei DeeperTravel engagieren? Wir freuen uns über neue Mitglieder im Verein

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Der weiße Retter – Teil 2 https://deepertravel.de/stereotyp-rassismus/ https://deepertravel.de/stereotyp-rassismus/#comments Fri, 23 Mar 2018 23:42:59 +0000 https://deepertravel.de/?p=4203 Was hat Volunteer Reisen mit Stereotypen und mit Rassismus zu tun? Im ersten Teil über den weißen Retter haben wir uns ernsthaft mit dem Thema befasst. Im zweiten Teil der Serie Rassismus & Volunteering werde ich eine kleine (nicht allzu ernst gemeinte) Kategorisierung der weißen Retter* versuchen: Der Pragmatische: Humanitarians of Tinder Mit seinem [...]

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Was hat Volunteer Reisen mit Stereotypen und mit Rassismus zu tun? Im ersten Teil über den weißen Retter haben wir uns ernsthaft mit dem Thema befasst. Im zweiten Teil der Serie Rassismus & Volunteering werde ich eine kleine (nicht allzu ernst gemeinte) Kategorisierung der weißen Retter* versuchen:

Der Pragmatische: Humanitarians of Tinder

Mit seinem humanistischen Ansatz sind Matches garantiert. Er zeigt mit seinem Tinder-Foto nicht nur sein tolles Aussehen, man erkennt auf den ersten Blick auch seine soziale Ader. (HoT ist übrigens dem Internet gestohlen).

Der Influencer/Instagrammer: Ayy big Spender

Beim Influencer geht es nicht immer nur um Autos, Fluglinien, Fashion, irgendeinen Brand oder um IHN… nein, manchmal geht es um die ‚Cause’, er hat ein weiches Herz und spendet 10% des Betrages, den er dem Finanzamt schuldig wäre, wenn er denn Steuern zahlen würde, an ein (von ihm) auserwähltes Projekt.

Der Profi: Gestalter von Fundraising Kampagnen

Er weiß genau was zieht, seit den 1980ern setzt er auf Tod, Krankheit und Verderben. Die Menschen in seinen Videos oder aus seinen Plakaten leiden sichtbar und sie sollen aufrütteln. Vor allem sollen sie den Geldbeutel möglicher SpenderInnen öffnen, damit das Budget für die nächste Kampagne noch größer wird (eventuell geht sich danach eine kleine Safari aus).

Der Künstler: Wir brauchen mehr Songs für Afrika

„Do they know it’s Christmastime at all?“ fragen sich Bob Geldof und andere schon seit den 1980ern. Auf dieses Trittbrett des Grauens sind seither (zu) viele aufgesprungen, und haben Abermillionen verdient. Die Motive waren ganz sicher rein altruistisch.

Der Voluntourist und der Voluntourismus-Anbieter: Mach einen Unterschied!

Nur mal kurz die Welt retten und dazu in ein armes Land jetten. Mit der dicken Geldtasche bist auch du dabei und den Eintrag in den Lebenslauf gibt es gratis mit dazu. Los – buche noch heute dein Last Minute Angebot und hol dir 10% Rabatt!

Der bessere Volunteer: WIR sind die Guten

Der bessere Volunteer hat viiiel mehr Zeit zur Verfügung, die Arbeit kann ja warten. Er engagiert sich ein ganzes volles Jahr im Ausland und wird sogar von einer richtigen Nichtregierungsorganisation (manchmal sogar einer kirchlichen!) entsendet. Mit stolz geschwellter Brust blickt er auf die Kurzzeit-Freiwilligen herab, denn einzig die Mission und die Länge zählt!

Der wandelnde erhobene Zeigefinger: Ich bilde also bin ich!

Der wandelnde erhobene Zeigefinger findet in jeder Publikation, und sei es nur ein Insta-Post, eine aufreibende politische Unkorrektheit, er wittert Schlechtmenschen 100 Meter gegen den Wind. Streng bis hin zur Selbstzensur geht er seiner Umgebung mit seinem Besserwissen gehörig auf die Nerven.

 

* Das generische Maskulinum ist totale Absicht und es darf sich jede Person angesprochen fühlen, oder auch nicht.

 

Haben wir jemanden vergessen – dann schick uns eine Brieftaube! Und du? Bekennst du dich auch schuldig? 

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